041 Wohnbauten Ringstraße

Das "Vorfeld" wurde bis 1995 von der US-Armee genutzt. Im Norden trennt die vielbefahrene Ringstraße das Grundstück vom Grünzug der Glacisanlagen, im Süden schließt eine aufgelockerte Einzelhausbebauung an. Aus dieser Situation werden die Schichten der Bebauung entwickelt. Ein langgestrecktes, viergeschossiges Haus, welches 38 Wohnungen, einen Gemeinschaftsraum und eine gemeinschaftliche Dachterrasse aufnimmt, stellt die räumliche Begrenzung des ruhigen Wohnumfelds zur Ringstraße her und schließt die Lücke in der straßenbegleitenden Bebauung. Die Aufenthaltsräume der Wohnungen zonieren sich ausschließlich zur Sonne. Die nordseitig gelegenen Nebenräume erhalten eine hochwärmegedämmte Sandwichfassade, die südseitig gelegenen Aufenthaltsräume einen vorgelagerten Wintergarten. Er dient im Winter der passiven Solarenergienutzung und als Pufferraum, im Sommer lässt er sich auf der ganzen Breite durch Faltfenster öffnen. Ein Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss steht allen Bewohnern zur Verfügung. Das gemeinschaftliche Sonnendeck im obersten Geschoß gewährt einen Blick auf die Baumkronen des Glacis hinweg bis zum Ulmer Münsterturm.

Im südlichen Teil des Quartiers stehen drei zweigeschossige Häuser parallel zu einem der Altbauten der benachbarten Vorfeldsiedlung. Die Häuser sind in einer modifizierten back-to-back-Typologie organisiert. Bei jedem der drei Häuser handelt es sich, nach Westen orientiert, um eine Reihe von drei erdgeschossigen Wohnungen. Hinter der Sichtbetonmauer und einer Nische mit Eingang und Sitzbank erreicht man über einen kleinen Gartenhof den Windfang der Wohnung. Von dort geht es weiter in den zentralen Wohnraum. An diesen schließen sich zwei Zimmer an. Die Rückseite der Wohnungen im Osten bildet ein breites Band aus Bad und Abstellraum. Im Rücken zu einer solchen Erdgeschoss-Wohnung sind jeweils zwei schmale Maisonette-Wohnungen nach Osten orientiert. Es handelt sich auch hierbei um Wohnungen, die sich mit einer Gartenmauer zur Gasse abschotten, einen Vorbereich mit Sitzbank und einen Hof aufweisen. Nach dem Durchqueren dieses Hofes erreicht man einen zentralen Raum, der mit einer eingestellten Treppe untergliedert wird. Die Treppe führt in einer Verteilerzone, von der aus beidseitig angeordnet gleich große Zimmer erschlossen werden. Die Türe in Verlängerung der Treppe führt auf eine große Terrasse.

  • Klient:

    NUWOG Wohnungsgesellschaft der Stadt Neu-Ulm mbH

  • Ort:

    Neu-Ulm

  • Planungszeitraum:

    1995 - 1998

  • Geschossfläche:

    7.840 m²

  • Team:

    Partner
    Dietrich Fink, Thomas Jocher
    Projektteam
    Stephan Riedel, Konrad Schiele, Sabine Staudigel, Christof Wallner, Susanna Sunder-Plassmann

  • Fachplanungen:

    Mühlich, Fink + Partner, Ulm (Bauleitung)
    Susanne Burger Landschaftsarchitekten, München (Freianlagenplanung)
    Ingenieurbüro Dr. Behringer, München (Tragwerkplanung)
    Ingenieurbüro Mayer, Ulm (Technische Gebäudeausrüstung)
    Ingenieurbüro Veitinger + Partner, Neu-Ulm (Energietechnik)

  • Veröffentlichungen:

    Bauwelt 6/99: Raster und Raum
    Beton Prisma 82/2003, Beiträge zur modernen Architektur

  • Auszeichnungen:

    Architekturpreis Zukunft Wohnen 2002
    Thomas-Wechs-Preis 2000

  • Fotografie:

    Michael Heinrich Fotografie für Architekten

Zeichnungen

Lageplan
Lageplan
Übersichtsplan
Übersichtsplan
Grundriss Erdgeschoss Flachquartier
Grundriss Erdgeschoss Flachquartier
Grundriss Obergeschoss Flachquartier
Grundriss Obergeschoss Flachquartier
Schnitt Flachquartier
Schnitt Flachquartier
Isometrie Typologie Flachquartier
Isometrie Typologie Flachquartier
Schnitt Langbau
Schnitt Langbau

Typologie Flachquartier

Grundriss Erdgeschoss
Grundriss Erdgeschoss
Grundriss Obergeschoss
Grundriss Obergeschoss
Schnitt
Schnitt

Projekte

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