Neues Erzbischöfliches Ordinariat München

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Die größte Herausforderung des Umbaus lag in der Umformung des ehemaligen nichtöffentlichen Verwaltungsgebäudes in ein für Benutzer und Besucher gleichermaßen einladendes und offenes Haus. Dementsprechend wurde die Lage des Einganges, die Sichtbarkeit der Adresse und die Gestalt des Eintritts in das neue Haus zu einer der wesentlichen Eingriffe in das System des bestehenden Hauses.Der ehemalige Eingang des Hauses orientierte sich zu einem offenen Platz, der die Alte Hauptsynagoge bis zu ihrer Zerstörung durch die Nationalsozialisten im Juni 1938 beheimatete. Anfang des 21.Jahrhunderts wurde der Platz durch eine Erweiterung des benachbarten Kaufhauses Oberpollinger wieder bebaut. Die dadurch unverständlich gewordene und räumlich unbefriedigende Orientierung des Eingangs wird nun an die im Stadtraum markante Ecke des Hauses verlegt. Der neue Eingangsraum empfängt den Besucher nun durch einen zweigeschossigen Empfangsraum, welcher sich zur Straße weit öffnet und den Auftakt einer Abfolge zweigeschossiger Räume bildet: der Empfangsraum zur Straße, die Halle zum Gartenhof und die Kapelle über dem Eingangsraum. Dieser Raum erfährt einen äußerst artifiziellen Einbau eines introvertierten Raumes in Form eines geschnittenen Ellipsoides mit einer ausschließlichen Belichtung über eine elliptische Öffnung als oberem Abschluss. Aus dem repräsentativen Zierhof des Ursprungsbaus wird ein Gartenhof als Ort der Begegnung aller 450 Mitarbeiter des Hauses und deren Gäste. Um den Gartenhof gruppieren sich die Konferenzräume des Hauses, die Cafeteria und ein Mitarbeiterrestaurant. Die drei oberen Geschosse und das Dachgeschoss sind im Wesentlichen den Büros der Mitarbeiter vorbehalten. Das gesamte Gebäude ist barrierefrei zugänglich. Eine mineralische Innendämmung mit integrierter Wandheizung sorgt hier für ein behagliches Raumklima. Die räumlichen Eingriffe beschränken sich auf Herstellung eines hervorragenden Arbeitsplatzkomforts und einer stimulierenden Atmosphäre der gemeinschaftlich genutzten Räume, allen voran der Erschließungsräume.

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  • Bauherr:

    Erzbischöfliches Ordinariat München, Referat Bauwesen

  • Standort:

    München, Kapellenstraße 2-4

  • Planungszeitraum:

    2010 – 2016

  • Veröffentlichungen:

    DETAIL 2018/11 Licht und Raum

  • Planungsleistung:

    Architektenleistung LPH 1-8

  • Projektteam:

    Ivan Grafl, Alexander Dorsch, Ekin Özdil,
    Beate Zimmermann, Julia Gegg, Andreas Matievits,
    Florian Latsch, Jörg Radloff, Andreas Held, Lena Lorenz

  • Fotos:

    Michael Heinrich Fotografie für Architekten

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Fink + Jocher

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