3. Preis: Wohnquartier Vaterstetten Nordwest

In Zusammenarbeit mit Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten und Stadtplaner erreichen Fink+ Jocher Architekten den 3. Platz. Die Arbeit besticht durch ihre eigenständige städtebauliche Haltung. Zehn polygonale Baukörper bilden eine Art Streusiedlung mit einem vielfältigen Binnenraumgefüge. Konsequent werden die Baukörper über ein Wegesystem erschlossen, welches sich netzartig durch die Anlage zieht. Der Entwurf weist in den Freianlagen ein kreatives und durchdachtes Konzept auf. Die klare Differenzierung zwischen privaten und gemeinschaftlichen Freiräumen ist durchgehend gut ablesbar. Die inselartige Konzeption fördert eine individuelle Adressbildung. Das Gebiet weist trotz des vergleichsweise hohen Anteils an Wegen und Platzflächen eine gute Durchgrünung auf. Die Wohnungen sind jeweils kompakt um zentrale innenliegende, durch Lufträume belichtete Treppenräume erschlossen. Es entstehen durchweg gute, helle Wohnungen, mit großzügigen Wohnräumen, die meist an den Ecken liegen. Die Verfasser überzeugen mit ihrer feinen, differenzierten Architektursprache, bei der sich geschlossene Fertigbetonscheiben mit großzügigen Loggien und Fenstern abwechseln. Durch die Feinheit der Fassadengestaltung, die polygonale Form und die maßstäbliche Körnung entsteht ein Ensemble, das trotz der städtebaulichen ‚Fremdheit‘ an diesem Ort vorstellbar wäre. (Auszug aus dem Protokoll des Preisgerichts)

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Fink + Jocher

Gesellschaft von Architekten
und Stadtplanern mbH
Barer Straße 44
80799 München