Pfarrhaus Neu-Ulm

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Der Stadtplatz in der gründerzeitlichen, planmäßig angelegten Stadtstruktur Neu-Ulms ist begrenzt durch Rathaus, Kirche - und Pfarrhaus. Das Eckgebäude musste zwei gebäudetypologische Erfordernisse erfüllen: die geschlossene Blockrandbebauung zur Straße ergänzen und den Übergang zur Einzelbebauung an der Platzfläche bilden. Im Erdgeschoß werden Flächen zur aktiven öffentlichen Benutzung zur Verfügung gestellt. In den Obergeschossen sind kirchliche Dienste vertreten, die als zentraler Stützpunkt des neuen Dekanats dienen. Das zurückgesetzte Dachgeschoß nimmt die Pfarrwohnungen auf. Das konstruktive Innengerüst des Gebäudes ist zur größten Nutzungsvariabilität eine Skelettkonstruktion. Leichte Trennwände mit transparentem Oberlicht gestatten eine bedarfsgerechte Veränderbarkeit der Büros. Die Außenhaut nimmt die wesentlichen Gestaltmerkmale des Quartiers auf. Die Plastizität der Wandflächen im Erdgeschoß steht im spannungsvollen Gegensatz zum ruhigen Duktus der Wandflächen der Obergeschosse. Das Steildach dokumentiert mit seiner Größe und seinem Material die besondere Stellung des Gebäudes im Stadtgefüge.

  • Bauherr:

    Katholisches Stadtpfarramt St. Johann Baptist

  • Standort:

    Neu-Ulm, Otto Straße

  • Planungszeitraum:

    1993 – 1997

  • Veröffentlichungen:

    Deutsche Bauzeitung 6/1997
    Architektur + Wettbewerbe 6/1998
    Architekturführer Ulm/Neu-Ulm 1998

  • Kosten:

    3,6 Mio. €

  • Geschossfläche:

    2.300 m²

  • Planungsleistung:

    Architektenleistung LPH 1-9

  • Projektteam:

    Stefan Graßler, Thomas Pfeiffer, Nicole Hemminger

  • Fotos:

    Peter Bonfig

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